Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben...

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben aber sie meinten, das sei keine gute Idee. Gib nicht so viel preis! Du machst dich uninteressant!

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, doch plötzlich wusste ich nicht mehr die Worte auf’s Papier zu bringen, die ich dir mitteilen wollte.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben und plötzlich fiel es mir wieder ein:

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, um dir zu sagen, was du mir bedeutest.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, um dir zu sagen, dass ich an dich denke.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, damit ich mich mit dir verbinde, auch wenn du weit weg bist.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, eigentlich nur deshalb, falls du es noch nicht weißt: ich mag dich so wie du bist.

 

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Schreiben, schreiben, schreiben

Ich möchte schreiben, schreiben, schreiben. In meinen Gedanken versinken. Ich springe und tauche ein in die Geschichten. Verrückt und verdreht. Dann wieder normal und vernünftig. Tragisch und melodramatisch. Witzig und toll. Oder wenn es mir in den Sinn kommt auch einmal phantastisch und geisteskrank. Ich stell mich auf den Kopf und sehe mir die Welt mal andersherum an. Ich laufe auf den Händen weiter und wackele mit den Beinen obwohl ich nicht mal auf den Händen laufen kann. Ich drehe mich im Kreis bis mir schwindelig wird. Ich falle in ein Meer aus weichen Wolken und fliege einfach auf und davon. Alles ist möglich….. Es spielt keine Rolle wer ich bin, es spielt keine Rolle wer du bist. Jeder ist möglich und doch ist niemand möglich. Tür auf und los.

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Zug. Bus. Zug.

Zug. Bus. Zug. Ich ärgere mich fast, dass ich diesmal das günstigere Ticket genommen habe. Ich stehe ungeduldig an der Zugtür. Blicke auf meine Uhr. Mir bleiben gerade mal fünf Minuten um den Anschlusszug zu erreichen. Nicht viel! Vor mir stehen eine Frau und ein Mann. Er schaut sie an: „Müssen Sie auch da und dort hin?“ Sie schaut ihn an und schüttelt nur den Kopf. Ich höre mich plötzlich sagen: „Aber ich!“, nicht sicher, ob er das gehört hat oder ob es ihn oder jemand anders überhaupt interessiert. Er dreht sich um und lächelt. Eis gebrochen und ich bin froh, dass ich nicht allein durch die Gegend hetzen muss. Die nächsten 2 Stunden erfahre ich mehr über ein großartiges Leben, einen faszinierenden Menschen. Er sieht gar nicht so besonders aus. Unauffällig, etwas älter schon. Es fängt auch gar nicht so besonders an. Und doch: ich treffe zum ersten Mal auf jemanden, der ausgestiegen ist. Jemand, der praktisch alles hatte und dennoch entscheidet er sich, seinen extrem gut bezahlten Job und das Leben in Deutschland erst mal hinter sich zu lassen. Er erzählt mir davon, als er mit seiner Frau los ist nach Neuseeland. Und als er damit begonnen hat als Bergführer zu arbeiten. Südamerika, Afrika, viele andere Länder. Davon, dass er im Gran Canyon beinahe von einer Klapperschlange gebissen worden wäre. Dass er einmal mit dem Fahrrad ins Gelände des Weißen Hauses gefahren ist, weil dort gerade das Tor offen stand. Dass er zufällig auf einer Party irgendwo in Südamerika gelandet ist und ihm einer seiner Lieblingssänger dort begegnete und ihm einen Song auf der Gitarre vorspielte. Die Zeit vergeht so schnell, dass es wirklich schade ist nicht noch ein paar Stunden weiter Zug zu fahren.

 

Ich frage ihn, ob er etwas ändern würde, etwas anders machen würde. Er zuckt mit den Schultern und sagt: „Weiß nicht. Nur Kleinigkeiten.“ Wir trinken noch einen Kaffee. Er meint: „Aber ein Smartphone hab ich jetzt. Mit GPS und extra Akku. Damit finde ich nämlich auch im Nebel jede Hütte.“

 

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Ich bin anders und du auch!

Es ist eine komische Sache mit dem verstehen von jemand anderem. Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders, keiner ist gleich und jeder denkt doch alles zu wissen über alles und jeden. Aber es braucht Stille um zu wissen. Oder weiß ich nun auch nur alles besser weil ich still war? Besser Bescheid über alles und jeden? Und doch ist es oft dieser stille Moment der alles bringt: Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders und keiner ist gleich. Kein Urteil. Wie auch? Keine Anklage. Wie auch? Kein Stein. Wie auch? Keine Schuld. Wie auch? Denn: Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders und keiner ist gleich..... 

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Komm!

Komm, gib mir noch mal die Flasche rüber. Nur noch ein Glas. Nur noch ein kleiner Schluck. Nur noch einer für heute. Nur noch mal kurz. Nur noch einmal in der Erinnerung schwelgen. Nur noch einmal kurz in die Vergangenheit ziehen. Nur noch einmal weinen, nur noch einmal schreien, nur noch einmal schweigen, nur noch einmal lachen. Mit dir, mit uns, mit euch und miteinander. Noch einmal eins sein, noch einmal dort sein. Noch einmal ich sein, noch einmal du sein, noch einmal wir sein und noch einmal gemeinsam eins sein. Verbunden und untrennbar. Nur noch einmal, dann ist es genug. Dann reicht es wieder, sonst bereuen wir es vielleicht. Nur noch ein kleiner Schluck davon, dann ist es genug. Nur noch ein Glas. Nur noch einmal. Komm, gib mir noch mal die Flasche rüber.

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Lebenskinder

Und wir sitzen in unseren imaginären Gärten und träumen von der Liebe. Jeder für sich allein. Dort gibt es keine Gemeinschaft. Dort ist jeder einsam. Wir denken an die Geschichten, die einst waren. An die Menschen, die vergangen sind. An die Menschen die uns begleiteten. Wir spüren einen unstillbaren Hunger nach dieser vergangenen Nähe. Wollen zurück, was uns einst genommen wurde. Und doch wissen wir jede Sekunde, dass es nie mehr uns gehören wird. Wir sind die Kinder der Verzweiflung. In diesem einen Augenblick. Im nächsten sind wir Hoffnung und blind vor Lust und Liebe auf dieses Leben. Es sind Augenblicke, Fragmente, jeder davon. Wir suchen uns das nicht aus. Es passiert. Leben passiert. Einfach so. Und jeden kann es treffen. Wir können uns nicht vorbereiten. Jeder Moment passiert immer zum ersten Mal. Und nichts ist vorhersehbar. Schön ist es in diesem Garten…. aber jeder weiß, nur wenn sich das Tor zur Straße auftut, entstehen die wahren, echten und lebendigen Geschichten. Was gibt es also noch zu verlieren?!

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Chillin with the rain

Ich mag verregnete Sonntage. Alles scheint wie in Zeitlupe zu sein. Man geht vom Bett zur Couch, von der Couch zum Bett und wieder zurück. Ein Filmchen schauen. Mal kurz ein wenig im neuen Roman stöbern. Ah ja, genau, essen nicht vergessen! Genuss pur. Sich Zeit lassen. Dann Musik. Ich liege auf dem Bett und spüre meinen Körper, meinen Atem. Meine Seele tanzt im Takt der Laute aus dem Lautsprecher. Kurz schaut Herr Schlechtes Gewissen vorbei. Aber ich schicke ihn wieder weg. An meinem schönen Regensonntag im Frühling hat er nichts bei mir verloren. Er kann wann anders wieder kommen. Der Augenblick, der Tag ist zu wertvoll. Der schönste Moment: wenn die Dämmerung langsam herein bricht. Als ob die Welt kurz still steht. Als ob man einen Moment lang nicht mehr Teil der Realität ist. Nur noch die Musik umgibt mich und die Regentropfen, die leise ans Fenster klopfen.

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Da isser ja!!!

Da isser ja. Der Frühling. Und schon sitzt man mit Freunden beim Kaffee. Mein Herzerl hüpft. Ich genieße den Augenblick. Es ist episch!! Wirklich! Die Berge, die Festung, die Sonne wie sie langsam den Tag und uns verabschiedet. Was für ein Moment! Das ist nahezu filmreif und ich hole das Handy heraus. Schnell noch ein Bild für die Ewigkeit machen und für Instagram natürlich. Die Welt mal kurz teilhaben lassen. Für mich ist es ein perfekter Augenblick. Ob die anderen beiden das auch so sehen? Ich weiß es nicht. Ich frage nicht. Ich versinke mit jedem Atemzug in dem Gefühl wohl noch nie vorher einen solch wunderschönen Sonnenuntergang gesehen zu haben und mache noch ein Foto.

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One world...

Wir schreiben das Jahr 2015. Es ist erst wenige Tage alt. Schreckliche Meldungen aus Paris schlagen um sich und es kommt mir vor, als rückt ein Teil der Erde wieder ein Stück näher zusammen. Aber nur ein Teil. Solidarität und Mitgefühl mit den Opfern. Ausgedrückt in Plakaten, Tränen und einer Flut an verschiedensten Meinungen, wie dieser Anschlag zu betrachten ist. Richtig oder falsch? Das wage ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Mir steigen plötzlich Tränen in die Augen und die Unbegreiflichkeit dieses weiteren paradoxen Ereignisses lässt mich erschauern. Werden die Menschen nie aus der Geschichte lernen? Kriege, Unruhen, Revolutionen, Anschläge und Aufstände – wir sind mal wieder mittendrin und voll dabei! Doch was muss noch passieren, damit endlich alle erwachen und die Augen auf das richten, was wir uns gegenseitig antun? Wann wird es aufhören? Wir leben alle auf ein und derselben Welt, doch viele scheinen das noch nicht verstanden zu haben….

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Sie ist...


Sie ist manchmal selbstsüchtig, oftmals ein wenig egoistisch und sie kann so stur sein, dass es seinesgleichen sucht. 

Sie ist zu oft zu naiv und glaubt zu sehr an das Gute im Menschen. 

Aber sie ist auch liebevoll und warmherzig und wenn jemand in Not ist oder traurig, versucht sie zu helfen und da zu sein so gut sie kann. 

Sie liebt ihren Körper und sie würde ihn nicht ändern wollen, selbst wenn sie es könnte. 

Sie wird zur Furie wenn jemand ein Tier quält. Denn sie können mit Worten nicht um Hilfe schreien und sich meist nicht wehren. 

Sie ist unschuldig und still. Aber sie ist auch tief. Und hat Sehnsüchte, die sie niemandem beschreiben kann. Sie schlummern tief in ihr und warten darauf geweckt zu werden. Sie will mehr als sie sehen kann. Und sie weiß, dass da mehr ist als sie sehen kann. 

Sie ist bisweilen faul und wartet darauf, dass Wunder geschehen. Doch dann wird ihr bewusst in einigen Momenten, dass sie nur aufstehen braucht und dass sie dieses Aufstehen zu den Wundern des Lebens führen wird, die sie so sehnsüchtig erwartet. 

Will sie Normalität? Nein! Sie will leben!! Mit Freude und mit Wut, mit Lachen und mit Tränen, einfach mit allem was dazu gehört! 

Sie war viel. Sie war ein Engel. Sie war eine Hure, die sich hingegeben hat, weil sie Geborgenheit und Liebe suchte. Sie war eine Mutter, die verlor, bevor sie alles sein konnte. Sie war der Regen, der tagelang nicht erhört wurde von der Sonne. Dann war sie die Sonne und die Erde stand still. Sie war der Wind und die Freiheit und sie ist geflogen über den Wolken mit den Vögeln. 

Sie ist schwach und sie ist stark. Sie ist einzigartig. Sie ist Hass und doch ist sie Liebe. 

Sie war Hexe und sie war Fee. Sie konnte nicht entscheiden wer sie sein wollte. Gut oder böse? Und sie suchte... verzweifelt und immer wieder aufs Neue. Aber sie fand nicht, weil man nicht findet wenn man sucht. 

Und die Antwort war doch immer da. In ihr. All die Zeit. 

„Du kannst beides haben...." waren die Worte. Doch sie konnte nicht begreifen. So lange konnte sie nicht begreifen…
    

Momente der Leidenschaft

 

Es ist ein wunderschöner, sonniger Sommertag. Wir steigen aus dem Auto und befinden uns auf einem Flugplatz. Langsam gehen wir in Richtung eines Zaunes und einer kleinen Hütte. Vor der Hütte liegt eine Art Plane. Es sind bereits mehrere Leute versammelt. Sie sitzen an der Seite im Gras oder vor der Hütte auf einer Bank. Manche rauchen, scherzen miteinander, lachen, oder drehen sich eine Zigarette. Sie grüßen mich, obwohl mich einige noch nie gesehen haben. Sofort kommt ein gutes Gefühl in mir auf! Ich grüße zurück, strahle ihnen entgegen.

Mein Blick gleitet über die Plane – dahinter höre ich ein vertrautes Geräusch von einem Flugzeug. „Schnell, schnell! Fertig machen für die nächste Load!“ Ein paar laufen noch zu der Hütte. „Ist bei der noch was frei?“ „Nein, bei der nächsten dann!“ Nun sieht man wie sich eine Gruppe von Menschen in Richtung Flieger aufmacht. Sie haben originelle, teils kunterbunte Kombis an, den Helm unterm Arm, ihren Fallschirm auf dem Rücken. Sie strahlen und jeder checkt noch mal kurz seine Ausrüstung. „Das soll wichtig sein“, scherzt mir einer entgegen. Ich sehe noch, wie der Wind des laufenden Propellers seine blonden, von der Sonne gebleichten Haare, wild durch sein gebräuntes Gesicht wehen lässt.

Wenn man diesen Marsch betrachtet, kommen Bilder von einer großen Mission in den Kopf. Fast wie in einem Actionfilm, wenn die starken Frauen und Männer dabei sind ein Abenteuer anzutreten.

Es ist ein Lebensgefühl! Das bestätigt jeder Springer! Und man kann es fühlen, selbst wenn man nur am Rande davon steht und sich wie ich, bis jetzt noch nicht getraut hat, es einmal auszuprobieren.

Wenn man einmal einem Springer in die Augen geschaut hat, wenn er vom Springen erzählt, dann weiß man: Ja! Das ist die pure Leidenschaft für eine Sache! Und man weiß auch: Jeder Mensch sollte so etwas in seinem Leben haben!

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Das Leben küssen

Mit einer Zigarette in der Hand sitzt sie auf dem Balkon. Wartend. Sie spürt den Wind und die Sonne im Gesicht. Um was geht es? Um die Liebe. Es geht immer um die Liebe. Die Liebe zu anderen, die Liebe zu uns. Sie ist traurig, lustig, fordernd, abenteuerlich – diese Liebe. Wut und Tränen, Lachen und Glück. Alles zusammen eben. Das ist Leben! Wir wollen es und wollen es doch wieder nicht. Ein ewiger Kreislauf und wir wollen eigentlich ausbrechen. Ausbrechen aus dem Kreis, der äußerlichen Verlockungen und endlich einen Seelenfrieden spüren. Noch eine Zigarette. Den gibt es aber nur in uns. Wir werden von diesem Leben gepackt in seiner ganzen Schönheit und auch in all der Grausamkeit. Was uns bleibt sind die Erinnerungen und die Hoffnung beim nächsten Mal alles besser zu machen. Das Tief bricht herein und wie der Phönix aus der Asche erheben wir uns wieder und wieder. Wer liegen bleibt stirbt, erst kleine Tode und dann irgendwann den letzten. Was ist zu tun? Ein Anfang wäre es die Flügel auszubreiten und das Leben wie es kommt einfach zu küssen!

 

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Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben...

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben aber sie meinten, das sei keine gute Idee. Gib nicht so viel preis! Du machst dich uninteressant!

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, doch plötzlich wusste ich nicht mehr die Worte auf’s Papier zu bringen, die ich dir mitteilen wollte.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben und plötzlich fiel es mir wieder ein:

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, um dir zu sagen, was du mir bedeutest.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, um dir zu sagen, dass ich an dich denke.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, damit ich mich mit dir verbinde, auch wenn du weit weg bist.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, eigentlich nur deshalb, falls du es noch nicht weißt: ich mag dich so wie du bist.

 

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Ich bin anders und du auch!

Es ist eine komische Sache mit dem verstehen von jemand anderem. Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders, keiner ist gleich und jeder denkt doch alles zu wissen über alles und jeden. Aber es braucht Stille um zu wissen. Oder weiß ich nun auch nur alles besser weil ich still war? Besser Bescheid über alles und jeden? Und doch ist es oft dieser stille Moment der alles bringt: Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders und keiner ist gleich. Kein Urteil. Wie auch? Keine Anklage. Wie auch? Kein Stein. Wie auch? Keine Schuld. Wie auch? Denn: Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders und keiner ist gleich..... 

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Komm!

Komm, gib mir noch mal die Flasche rüber. Nur noch ein Glas. Nur noch ein kleiner Schluck. Nur noch einer für heute. Nur noch mal kurz. Nur noch einmal in der Erinnerung schwelgen. Nur noch einmal kurz in die Vergangenheit ziehen. Nur noch einmal weinen, nur noch einmal schreien, nur noch einmal schweigen, nur noch einmal lachen. Mit dir, mit uns, mit euch und miteinander. Noch einmal eins sein, noch einmal dort sein. Noch einmal ich sein, noch einmal du sein, noch einmal wir sein und noch einmal gemeinsam eins sein. Verbunden und untrennbar. Nur noch einmal, dann ist es genug. Dann reicht es wieder, sonst bereuen wir es vielleicht. Nur noch ein kleiner Schluck davon, dann ist es genug. Nur noch ein Glas. Nur noch einmal. Komm, gib mir noch mal die Flasche rüber.

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Lebenskinder

Und wir sitzen in unseren imaginären Gärten und träumen von der Liebe. Jeder für sich allein. Dort gibt es keine Gemeinschaft. Dort ist jeder einsam. Wir denken an die Geschichten, die einst waren. An die Menschen, die vergangen sind. An die Menschen die uns begleiteten. Wir spüren einen unstillbaren Hunger nach dieser vergangenen Nähe. Wollen zurück, was uns einst genommen wurde. Und doch wissen wir jede Sekunde, dass es nie mehr uns gehören wird. Wir sind die Kinder der Verzweiflung. In diesem einen Augenblick. Im nächsten sind wir Hoffnung und blind vor Lust und Liebe auf dieses Leben. Es sind Augenblicke, Fragmente, jeder davon. Wir suchen uns das nicht aus. Es passiert. Leben passiert. Einfach so. Und jeden kann es treffen. Wir können uns nicht vorbereiten. Jeder Moment passiert immer zum ersten Mal. Und nichts ist vorhersehbar. Schön ist es in diesem Garten…. aber jeder weiß, nur wenn sich das Tor zur Straße auftut, entstehen die wahren, echten und lebendigen Geschichten. Was gibt es also noch zu verlieren?!

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Chillin with the rain

Ich mag verregnete Sonntage. Alles scheint wie in Zeitlupe zu sein. Man geht vom Bett zur Couch, von der Couch zum Bett und wieder zurück. Ein Filmchen schauen. Mal kurz ein wenig im neuen Roman stöbern. Ah ja, genau, essen nicht vergessen! Genuss pur. Sich Zeit lassen. Dann Musik. Ich liege auf dem Bett und spüre meinen Körper, meinen Atem. Meine Seele tanzt im Takt der Laute aus dem Lautsprecher. Kurz schaut Herr Schlechtes Gewissen vorbei. Aber ich schicke ihn wieder weg. An meinem schönen Regensonntag im Frühling hat er nichts bei mir verloren. Er kann wann anders wieder kommen. Der Augenblick, der Tag ist zu wertvoll. Der schönste Moment: wenn die Dämmerung langsam herein bricht. Als ob die Welt kurz still steht. Als ob man einen Moment lang nicht mehr Teil der Realität ist. Nur noch die Musik umgibt mich und die Regentropfen, die leise ans Fenster klopfen.

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Da isser ja!!!

Da isser ja. Der Frühling. Und schon sitzt man mit Freunden beim Kaffee. Mein Herzerl hüpft. Ich genieße den Augenblick. Es ist episch!! Wirklich! Die Berge, die Festung, die Sonne wie sie langsam den Tag und uns verabschiedet. Was für ein Moment! Das ist nahezu filmreif und ich hole das Handy heraus. Schnell noch ein Bild für die Ewigkeit machen und für Instagram natürlich. Die Welt mal kurz teilhaben lassen. Für mich ist es ein perfekter Augenblick. Ob die anderen beiden das auch so sehen? Ich weiß es nicht. Ich frage nicht. Ich versinke mit jedem Atemzug in dem Gefühl wohl noch nie vorher einen solch wunderschönen Sonnenuntergang gesehen zu haben und mache noch ein Foto.

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Das Leben küssen

Mit einer Zigarette in der Hand sitzt sie auf dem Balkon. Wartend. Sie spürt den Wind und die Sonne im Gesicht. Um was geht es? Um die Liebe. Es geht immer um die Liebe. Die Liebe zu anderen, die Liebe zu uns. Sie ist traurig, lustig, fordernd, abenteuerlich – diese Liebe. Wut und Tränen, Lachen und Glück. Alles zusammen eben. Das ist Leben! Wir wollen es und wollen es doch wieder nicht. Ein ewiger Kreislauf und wir wollen eigentlich ausbrechen. Ausbrechen aus dem Kreis, der äußerlichen Verlockungen und endlich einen Seelenfrieden spüren. Noch eine Zigarette. Den gibt es aber nur in uns. Wir werden von diesem Leben gepackt in seiner ganzen Schönheit und auch in all der Grausamkeit. Was uns bleibt sind die Erinnerungen und die Hoffnung beim nächsten Mal alles besser zu machen. Das Tief bricht herein und wie der Phönix aus der Asche erheben wir uns wieder und wieder. Wer liegen bleibt stirbt, erst kleine Tode und dann irgendwann den letzten. Was ist zu tun? Ein Anfang wäre es die Flügel auszubreiten und das Leben wie es kommt einfach zu küssen!

 

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Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben...

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben aber sie meinten, das sei keine gute Idee. Gib nicht so viel preis! Du machst dich uninteressant!

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, doch plötzlich wusste ich nicht mehr die Worte auf’s Papier zu bringen, die ich dir mitteilen wollte.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben und plötzlich fiel es mir wieder ein:

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, um dir zu sagen, was du mir bedeutest.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, um dir zu sagen, dass ich an dich denke.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, damit ich mich mit dir verbinde, auch wenn du weit weg bist.

 

Ich wollte dir einen Liebesbrief schreiben, eigentlich nur deshalb, falls du es noch nicht weißt: ich mag dich so wie du bist.

 

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Schreiben, schreiben, schreiben

Ich möchte schreiben, schreiben, schreiben. In meinen Gedanken versinken. Ich springe und tauche ein in die Geschichten. Verrückt und verdreht. Dann wieder normal und vernünftig. Tragisch und melodramatisch. Witzig und toll. Oder wenn es mir in den Sinn kommt auch einmal phantastisch und geisteskrank. Ich stell mich auf den Kopf und sehe mir die Welt mal andersherum an. Ich laufe auf den Händen weiter und wackele mit den Beinen obwohl ich nicht mal auf den Händen laufen kann. Ich drehe mich im Kreis bis mir schwindelig wird. Ich falle in ein Meer aus weichen Wolken und fliege einfach auf und davon. Alles ist möglich….. Es spielt keine Rolle wer ich bin, es spielt keine Rolle wer du bist. Jeder ist möglich und doch ist niemand möglich. Tür auf und los.

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Zug. Bus. Zug.

Zug. Bus. Zug. Ich ärgere mich fast, dass ich diesmal das günstigere Ticket genommen habe. Ich stehe ungeduldig an der Zugtür. Blicke auf meine Uhr. Mir bleiben gerade mal fünf Minuten um den Anschlusszug zu erreichen. Nicht viel! Vor mir stehen eine Frau und ein Mann. Er schaut sie an: „Müssen Sie auch da und dort hin?“ Sie schaut ihn an und schüttelt nur den Kopf. Ich höre mich plötzlich sagen: „Aber ich!“, nicht sicher, ob er das gehört hat oder ob es ihn oder jemand anders überhaupt interessiert. Er dreht sich um und lächelt. Eis gebrochen und ich bin froh, dass ich nicht allein durch die Gegend hetzen muss. Die nächsten 2 Stunden erfahre ich mehr über ein großartiges Leben, einen faszinierenden Menschen. Er sieht gar nicht so besonders aus. Unauffällig, etwas älter schon. Es fängt auch gar nicht so besonders an. Und doch: ich treffe zum ersten Mal auf jemanden, der ausgestiegen ist. Jemand, der praktisch alles hatte und dennoch entscheidet er sich, seinen extrem gut bezahlten Job und das Leben in Deutschland erst mal hinter sich zu lassen. Er erzählt mir davon, als er mit seiner Frau los ist nach Neuseeland. Und als er damit begonnen hat als Bergführer zu arbeiten. Südamerika, Afrika, viele andere Länder. Davon, dass er im Gran Canyon beinahe von einer Klapperschlange gebissen worden wäre. Dass er einmal mit dem Fahrrad ins Gelände des Weißen Hauses gefahren ist, weil dort gerade das Tor offen stand. Dass er zufällig auf einer Party irgendwo in Südamerika gelandet ist und ihm einer seiner Lieblingssänger dort begegnete und ihm einen Song auf der Gitarre vorspielte. Die Zeit vergeht so schnell, dass es wirklich schade ist nicht noch ein paar Stunden weiter Zug zu fahren.

 

Ich frage ihn, ob er etwas ändern würde, etwas anders machen würde. Er zuckt mit den Schultern und sagt: „Weiß nicht. Nur Kleinigkeiten.“ Wir trinken noch einen Kaffee. Er meint: „Aber ein Smartphone hab ich jetzt. Mit GPS und extra Akku. Damit finde ich nämlich auch im Nebel jede Hütte.“

 

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Ich bin anders und du auch!

Es ist eine komische Sache mit dem verstehen von jemand anderem. Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders, keiner ist gleich und jeder denkt doch alles zu wissen über alles und jeden. Aber es braucht Stille um zu wissen. Oder weiß ich nun auch nur alles besser weil ich still war? Besser Bescheid über alles und jeden? Und doch ist es oft dieser stille Moment der alles bringt: Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders und keiner ist gleich. Kein Urteil. Wie auch? Keine Anklage. Wie auch? Kein Stein. Wie auch? Keine Schuld. Wie auch? Denn: Ich bin anders und du bist anders. Jeder ist anders. Alle sind anders und keiner ist gleich..... 

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Komm!

Komm, gib mir noch mal die Flasche rüber. Nur noch ein Glas. Nur noch ein kleiner Schluck. Nur noch einer für heute. Nur noch mal kurz. Nur noch einmal in der Erinnerung schwelgen. Nur noch einmal kurz in die Vergangenheit ziehen. Nur noch einmal weinen, nur noch einmal schreien, nur noch einmal schweigen, nur noch einmal lachen. Mit dir, mit uns, mit euch und miteinander. Noch einmal eins sein, noch einmal dort sein. Noch einmal ich sein, noch einmal du sein, noch einmal wir sein und noch einmal gemeinsam eins sein. Verbunden und untrennbar. Nur noch einmal, dann ist es genug. Dann reicht es wieder, sonst bereuen wir es vielleicht. Nur noch ein kleiner Schluck davon, dann ist es genug. Nur noch ein Glas. Nur noch einmal. Komm, gib mir noch mal die Flasche rüber.

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Lebenskinder

Und wir sitzen in unseren imaginären Gärten und träumen von der Liebe. Jeder für sich allein. Dort gibt es keine Gemeinschaft. Dort ist jeder einsam. Wir denken an die Geschichten, die einst waren. An die Menschen, die vergangen sind. An die Menschen die uns begleiteten. Wir spüren einen unstillbaren Hunger nach dieser vergangenen Nähe. Wollen zurück, was uns einst genommen wurde. Und doch wissen wir jede Sekunde, dass es nie mehr uns gehören wird. Wir sind die Kinder der Verzweiflung. In diesem einen Augenblick. Im nächsten sind wir Hoffnung und blind vor Lust und Liebe auf dieses Leben. Es sind Augenblicke, Fragmente, jeder davon. Wir suchen uns das nicht aus. Es passiert. Leben passiert. Einfach so. Und jeden kann es treffen. Wir können uns nicht vorbereiten. Jeder Moment passiert immer zum ersten Mal. Und nichts ist vorhersehbar. Schön ist es in diesem Garten…. aber jeder weiß, nur wenn sich das Tor zur Straße auftut, entstehen die wahren, echten und lebendigen Geschichten. Was gibt es also noch zu verlieren?!

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Chillin with the rain

Ich mag verregnete Sonntage. Alles scheint wie in Zeitlupe zu sein. Man geht vom Bett zur Couch, von der Couch zum Bett und wieder zurück. Ein Filmchen schauen. Mal kurz ein wenig im neuen Roman stöbern. Ah ja, genau, essen nicht vergessen! Genuss pur. Sich Zeit lassen. Dann Musik. Ich liege auf dem Bett und spüre meinen Körper, meinen Atem. Meine Seele tanzt im Takt der Laute aus dem Lautsprecher. Kurz schaut Herr Schlechtes Gewissen vorbei. Aber ich schicke ihn wieder weg. An meinem schönen Regensonntag im Frühling hat er nichts bei mir verloren. Er kann wann anders wieder kommen. Der Augenblick, der Tag ist zu wertvoll. Der schönste Moment: wenn die Dämmerung langsam herein bricht. Als ob die Welt kurz still steht. Als ob man einen Moment lang nicht mehr Teil der Realität ist. Nur noch die Musik umgibt mich und die Regentropfen, die leise ans Fenster klopfen.

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Da isser ja!!!

Da isser ja. Der Frühling. Und schon sitzt man mit Freunden beim Kaffee. Mein Herzerl hüpft. Ich genieße den Augenblick. Es ist episch!! Wirklich! Die Berge, die Festung, die Sonne wie sie langsam den Tag und uns verabschiedet. Was für ein Moment! Das ist nahezu filmreif und ich hole das Handy heraus. Schnell noch ein Bild für die Ewigkeit machen und für Instagram natürlich. Die Welt mal kurz teilhaben lassen. Für mich ist es ein perfekter Augenblick. Ob die anderen beiden das auch so sehen? Ich weiß es nicht. Ich frage nicht. Ich versinke mit jedem Atemzug in dem Gefühl wohl noch nie vorher einen solch wunderschönen Sonnenuntergang gesehen zu haben und mache noch ein Foto.

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One world...

Wir schreiben das Jahr 2015. Es ist erst wenige Tage alt. Schreckliche Meldungen aus Paris schlagen um sich und es kommt mir vor, als rückt ein Teil der Erde wieder ein Stück näher zusammen. Aber nur ein Teil. Solidarität und Mitgefühl mit den Opfern. Ausgedrückt in Plakaten, Tränen und einer Flut an verschiedensten Meinungen, wie dieser Anschlag zu betrachten ist. Richtig oder falsch? Das wage ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Mir steigen plötzlich Tränen in die Augen und die Unbegreiflichkeit dieses weiteren paradoxen Ereignisses lässt mich erschauern. Werden die Menschen nie aus der Geschichte lernen? Kriege, Unruhen, Revolutionen, Anschläge und Aufstände – wir sind mal wieder mittendrin und voll dabei! Doch was muss noch passieren, damit endlich alle erwachen und die Augen auf das richten, was wir uns gegenseitig antun? Wann wird es aufhören? Wir leben alle auf ein und derselben Welt, doch viele scheinen das noch nicht verstanden zu haben….

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Sie ist...


Sie ist manchmal selbstsüchtig, oftmals ein wenig egoistisch und sie kann so stur sein, dass es seinesgleichen sucht. 

Sie ist zu oft zu naiv und glaubt zu sehr an das Gute im Menschen. 

Aber sie ist auch liebevoll und warmherzig und wenn jemand in Not ist oder traurig, versucht sie zu helfen und da zu sein so gut sie kann. 

Sie liebt ihren Körper und sie würde ihn nicht ändern wollen, selbst wenn sie es könnte. 

Sie wird zur Furie wenn jemand ein Tier quält. Denn sie können mit Worten nicht um Hilfe schreien und sich meist nicht wehren. 

Sie ist unschuldig und still. Aber sie ist auch tief. Und hat Sehnsüchte, die sie niemandem beschreiben kann. Sie schlummern tief in ihr und warten darauf geweckt zu werden. Sie will mehr als sie sehen kann. Und sie weiß, dass da mehr ist als sie sehen kann. 

Sie ist bisweilen faul und wartet darauf, dass Wunder geschehen. Doch dann wird ihr bewusst in einigen Momenten, dass sie nur aufstehen braucht und dass sie dieses Aufstehen zu den Wundern des Lebens führen wird, die sie so sehnsüchtig erwartet. 

Will sie Normalität? Nein! Sie will leben!! Mit Freude und mit Wut, mit Lachen und mit Tränen, einfach mit allem was dazu gehört! 

Sie war viel. Sie war ein Engel. Sie war eine Hure, die sich hingegeben hat, weil sie Geborgenheit und Liebe suchte. Sie war eine Mutter, die verlor, bevor sie alles sein konnte. Sie war der Regen, der tagelang nicht erhört wurde von der Sonne. Dann war sie die Sonne und die Erde stand still. Sie war der Wind und die Freiheit und sie ist geflogen über den Wolken mit den Vögeln. 

Sie ist schwach und sie ist stark. Sie ist einzigartig. Sie ist Hass und doch ist sie Liebe. 

Sie war Hexe und sie war Fee. Sie konnte nicht entscheiden wer sie sein wollte. Gut oder böse? Und sie suchte... verzweifelt und immer wieder aufs Neue. Aber sie fand nicht, weil man nicht findet wenn man sucht. 

Und die Antwort war doch immer da. In ihr. All die Zeit. 

„Du kannst beides haben...." waren die Worte. Doch sie konnte nicht begreifen. So lange konnte sie nicht begreifen…
    

Momente der Leidenschaft

 

Es ist ein wunderschöner, sonniger Sommertag. Wir steigen aus dem Auto und befinden uns auf einem Flugplatz. Langsam gehen wir in Richtung eines Zaunes und einer kleinen Hütte. Vor der Hütte liegt eine Art Plane. Es sind bereits mehrere Leute versammelt. Sie sitzen an der Seite im Gras oder vor der Hütte auf einer Bank. Manche rauchen, scherzen miteinander, lachen, oder drehen sich eine Zigarette. Sie grüßen mich, obwohl mich einige noch nie gesehen haben. Sofort kommt ein gutes Gefühl in mir auf! Ich grüße zurück, strahle ihnen entgegen.

Mein Blick gleitet über die Plane – dahinter höre ich ein vertrautes Geräusch von einem Flugzeug. „Schnell, schnell! Fertig machen für die nächste Load!“ Ein paar laufen noch zu der Hütte. „Ist bei der noch was frei?“ „Nein, bei der nächsten dann!“ Nun sieht man wie sich eine Gruppe von Menschen in Richtung Flieger aufmacht. Sie haben originelle, teils kunterbunte Kombis an, den Helm unterm Arm, ihren Fallschirm auf dem Rücken. Sie strahlen und jeder checkt noch mal kurz seine Ausrüstung. „Das soll wichtig sein“, scherzt mir einer entgegen. Ich sehe noch, wie der Wind des laufenden Propellers seine blonden, von der Sonne gebleichten Haare, wild durch sein gebräuntes Gesicht wehen lässt.

Wenn man diesen Marsch betrachtet, kommen Bilder von einer großen Mission in den Kopf. Fast wie in einem Actionfilm, wenn die starken Frauen und Männer dabei sind ein Abenteuer anzutreten.

Es ist ein Lebensgefühl! Das bestätigt jeder Springer! Und man kann es fühlen, selbst wenn man nur am Rande davon steht und sich wie ich, bis jetzt noch nicht getraut hat, es einmal auszuprobieren.

Wenn man einmal einem Springer in die Augen geschaut hat, wenn er vom Springen erzählt, dann weiß man: Ja! Das ist die pure Leidenschaft für eine Sache! Und man weiß auch: Jeder Mensch sollte so etwas in seinem Leben haben!

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Das Leben küssen

Mit einer Zigarette in der Hand sitzt sie auf dem Balkon. Wartend. Sie spürt den Wind und die Sonne im Gesicht. Um was geht es? Um die Liebe. Es geht immer um die Liebe. Die Liebe zu anderen, die Liebe zu uns. Sie ist traurig, lustig, fordernd, abenteuerlich – diese Liebe. Wut und Tränen, Lachen und Glück. Alles zusammen eben. Das ist Leben! Wir wollen es und wollen es doch wieder nicht. Ein ewiger Kreislauf und wir wollen eigentlich ausbrechen. Ausbrechen aus dem Kreis, der äußerlichen Verlockungen und endlich einen Seelenfrieden spüren. Noch eine Zigarette. Den gibt es aber nur in uns. Wir werden von diesem Leben gepackt in seiner ganzen Schönheit und auch in all der Grausamkeit. Was uns bleibt sind die Erinnerungen und die Hoffnung beim nächsten Mal alles besser zu machen. Das Tief bricht herein und wie der Phönix aus der Asche erheben wir uns wieder und wieder. Wer liegen bleibt stirbt, erst kleine Tode und dann irgendwann den letzten. Was ist zu tun? Ein Anfang wäre es die Flügel auszubreiten und das Leben wie es kommt einfach zu küssen!

 

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